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VERATRUM ALBUM

 

ALLGEMEINES:


Der weiße Germer, der auch noch weiße Nieswurz genannt wird, gehört zur Familie der Liliaceae, ist eine stark giftige mehrjährige Gebirgspflanze und kommt bis in Höhen von 2000 Meter vor.

Als Wetterregel galt: wenn die Pflanze reich blühte, so stand ein schneereicher Winter vor der Türe. Vor der Blüte wird der Germer manchmal mit dem gelben Enzian verwechselt. Die Blätter des weißen Germers sind jedoch breit eiförmig und wechselständig. Die Blätter des gelben Enzians sind kreuzgegenständig. Die Blüten des Germers sind grünlich bis weiß in dichten Rispen, die Pflanze blüht von Juni bis August. Die unteren Blüten sind zweigeschlechtlich, die oberen männlich.

Hauptinhaltsstoffe sind die Alkaloide Protoveratrin A und B und das Germerin. Der höchste Gehalt ist in den Wurzeln, Rhizomen zu finden. Der Alkaloidgehalt ist stark vom Standort, der Witterung und der Jahreszeit abhängig. Zubereitungen aus der Pflanze gehören in die Hände von Fachleuten.

Schon ein bis zwei Gramm gepulverte Droge  führen zum Tod durch Atemlähmung und Kreislaufstillstand. Die Pflanze ist so giftig, dass sie von Weidetieren zumeist gemieden wird. Vergiftungen sind bei Schafen bekannt. Auch eine teratogene Wirkung wurde festgestellt. Es kam zu Entwicklungsstörungen bei Lämmern, die mit Missbildungen des Kopfes, Wasserkopf oder nur einem zentralen Auge geboren wurden. Meist wurden sie auch tot geboren oder starben kurz nach der Geburt.

Vergiftungen zeigen sich in Brennen im Hals und Magen, Durchfall, Koliken mit dem Gefühl, als sei der Darm verknotet, verlangsamter Atmung, Krämpfen, Lähmungen und Tod. Auch bei äußerlicher Anwendung werden die Alkaloide leicht resorbiert. Deshalb wurde die Pflanze früher bei starken Schmerzen verwendet (Hildegard von Bingen). Es kam nach anfänglichem Brennen zur Gefühllosigkeit der eingeriebenen Hautpartien. Auch zur Ungezieferbekämpfung wurde die Alkaloidpflanze verwendet.

In der Homöopathie wird Veratrum album bei Brechdurchfällen, Kreislaufschwächen mit Kollaps verwendet. Veratrum wurde zur Behandlung der Cholera verwendet.

Vom Typ  sind Veratrum album Personen eher mager bis ausgezehrt, intelligent aber emotionslos, sind ehrgeizig, geschwätzig und geltungssüchtig. Manchmal sind sie auch überheblich, verschwenderisch, tadeln andere und lügen. Auch eine Religiosität, verbunden mit dem Wahn, andere zu bekehren, kommt vor. Es kann auch zu manischen Zuständen kommen, in denen der Betroffene glaubt, alles zerschneiden und zerreißen zu müssen.
 

CHARAKTERISTISCHE SYMPTOME:


GEMÜT: Geschwätzig, spricht über die Fehler anderer. Streitsüchtig. Unglücklich, reizbar, niedergeschlagen. Angst, als hätte man ein Verbrechen begangen. Weinen, Schreien, beten, fluchen. Zorn, Arroganz, Hochmut, Depression. Psychose.
KOPF: Schwindel. Kalter Schweiß auf der Stirn. Dumpfer Druck auf dem Scheitel. Gefühl von Kälte auf dem Scheitel. Neuralgische Kopfschmerzen. Ohnmacht. Kollaps mit kaltem Schweiß auf der Stirn.
AUGEN: Eingefallen, von blauen Ringen umgeben. Trockenheit der Lider.
NASE: Spitze Nase. Nasenbluten. Eisige Kälte.
GESICHT: Blass, kalt, eingefallen. Rot beim Liegen, blass beim Aufrichten. Kalter Schweiß auf der Stirn.
MUND: Kalte geschwollene Zunge. Zyanotische Lippen. Trockenheit von Mund und Gaumen, Durst. Speichelfluss.
HALS: Trocken, brennend.
VERDAUUNGSORGANE: Hunger. Verlangen nach Obst, nach saftigen Sachen. Großer Durst, besonders auf kaltes Wasser, das aber nicht vertragen wird. Heftiges Erbrechen mit starker Erschöpfung, kalter Schweiß. Koliken, besonders um den Nabel herum. Gefühl, als ob die Därme sich verknoten würden. Heftiger, schmerzhafter Durchfall. Wässrige Stühle.
HARNWEGE: Spärlicher Harn. Unwillkürlicher Harnabgang.
ATMUNGSORGANE: Erstickungsanfälle mit vortretenden Augen. Enge und Zusammenschnüren der Brust. Kurzatmigkeit bei Bewegung. Tiefer hohler Husten, blaues Gesicht, unfreiwilliger Harnabgang.
HERZ: Herzklopfen, rascher aber schwacher Puls. Herzschwäche nach akuten Erkrankungen.
GENITALIEN: Weibliche: Menses zu früh und reichlich.
EXTREMITÄTEN: Lähmungsartige Schwäche in allen Gliedern. Nägel blau vor Kälte, eisige Kälte der Glieder. Krämpfe in den Waden. Zittern am ganzen Körper.
HAUT: Runzelig, blau, kalt.
SCHLAF: Große Schläfrigkeit . Erotische Träume. Träume von Tieren.

VERSCHLIMMERUNG: Trinken, vor allem kalte Getränke, Bewegung. Wetterwechsel. Schreck.
BESSERUNG: Liegen und Sitzen. Wärme. Heiße Getränke.

Mag. B. Auer
Apotheke Donauzentrum
Bernoullistraße 1, 1220 Wien
Tel.: +43/1/203 36 88
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