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RICINUS COMMUNIS

(Ricinus)

 

ALLGEMEINES:


Der Wunderbaum, er wird auch Christuspalme, Läusebaum, Römische Bohne, Hundsbaum genannt, gehört zur Familie der Euphorbiaceae und ist in Afrika heimisch. Bei uns ist er auch als einjährige Zierpflanze bekannt. Es ist ein bis vier Meter hoher Strauch mit großen handförmigen Blättern. Die Fruchtkapseln sind kugelig und haben weiche Stacheln und enthalten glänzende, marmorierte etwa einen Zentimeter große Samen. Das aus den Samen gewonnene Öl wird vielfach eingesetzt und ist seit langem wegen seiner abführenden Wirkung bekannt. Es wird auch medizinischen und kosmetischen Zubereitungen zugefügt. Auch im technischen Bereich als Schmiermittel und bei der Herstellung von Polymeren wird es genutzt.

Im 17. Jahrhundert wurde es ritualisiert zum Abführen verwendet. Es war üblich, vor allem Kindern in zweiwöchigen Abständen zur Erhaltung der Gesundheit das Öl einzuflößen. Heute ist diese Methode natürlich obsolet. Bereits im alten Ägypten war die Pflanze als Purgans und Haarwuchsmittel bekannt. Volksmedizinisch wurden auch die Blätter verwendet. Umschläge dienten zur Heilung von Furunkeln und Wunden. Auch bei Milchmangel der Wöchnerinnen wurden Blätter als Umschläge für die Brust und auch das Öl zum Einreiben verwendet.

Das Öl wird durch Kaltpressung gewonnen. Damit vermeidet man die Lösung toxischer Lektine im Öl.

Die Samen sind hochgiftig. Sie enthalten Ricinin, ein Pyridinalkaloid und Ricin, ein Lektin. Zwei Samen können bereits tödlich sein. In Erinnerung ist vielleicht noch das Attentat auf den in London lebenden bulgarischen Schriftsteller Georgi Markov, der mit einem Regenschirm, in dessen Spitze sich Ricin befand, ermordet wurde.

Im Öl sind diese Substanzen aber nicht enthalten. Das Öl wirkt innerhalb von 2 bis 5 Stunden abführend. Es enthält bis 80% Triglyceride. Die wirksame Triglycerid-Fettsäure ist Ricinolsäure, eine 12-Hydroxyölsäure, die im Dünndarm durch Lipasen freigesetzt und dort verseift wird. Die Ricinolsäure fördert die Bildung von Prostaglandin E2, NO und es werden Serotonin und Histamin freigesetzt. Die Aufnahme von Flüssigkeit wird vermindert und die Darmperistaltik angeregt.

Nicht verwendet werden darf Ricinusöl in der Schwangerschaft! 

Im homöopathischen Gebrauch wirkt Ricinus vor allem auf das Verdauungssystem bei Beschwerden mit Übelkeit, Durchfall mit häufigem Erbrechen. Besonders gut wirksam ist es, wenn die Kinder durch den Durchfall bereits stark geschwächt und ausgetrocknet sind. Die Kinder wollen nichts essen, haben aber großen Durst.
 

CHARAKTERISTISCHE SYMPTOME:


GEMÜT: Gleichgültigkeit, Apathie, Teilnahmslosigkeit.
AUGEN: Gerötet. Tränenfluss.
MUND: Fehlender Appetit, Aphthen.
VERDAUUNGSORGANE: Erbrechen während Durchfall. Magenschmerzen, die sich in den Nabel hinein erstrecken. Darmverschluss. Schmerzen im Bereich der Leber. Koliken, Gallensteine. Krampfartige Schmerzen. Cholera. Durchfall bei Kindern, auch während der Zahnung. Schmerzlose Durchfälle. Obstipation mit Krämpfen. Stuhl wie kleine Kugeln. Stuhl wässrig wie Reiswasser. Frösteln während der Stuhlentleerung. Kollaps nach Durchfall, nach Erbrechen.
HARNWEGE: Harn eiweißhaltig.
BRUST: Ausbleibende Milchbildung. Milchbildung bei nichtschwangeren Frauen.
EXTREMITÄTEN: Krämpfe der Muskeln. Schwarze Verfärbung äußerer Partien, Gangrän.
HAUT: gelb verfärbt.
SCHLAF: Schläfrigkeit.

ALLGEMEINES: Schneller, jagender Puls. Schwacher, unfühlbarer Puls. Schwäche, Erschöpfung, Hinfälligkeit.
VERSCHLIMMERUNG: Druck auf den Unterbauch.

Mag. Bruni Auer
Apotheke Donauzentrum
Bernoullistraße 1, 1220 Wien
Tel.: +43/1/203 36 88
Öffnungszeiten:
Mo - Fr 8:00 - 19:00 (durchgehend geöffnet)
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