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Keine Wirkung ohne Nebenwirkung

Pflanzliche Arzneimittel erfreuen sich großer Beliebtheit, da man im allgemeinen mit einer geringeren Nebenwirkungsrate zu rechnen hat. Bei Johanniskrautextrakten wurden nur bei 1-3% aller behandelten Personen Nebenwirkungen beobachtet (was für ein Antidepressivum beachtlich ist !)
Dabei überwogen Störungen im Magen-Darmtrakt und allergische Reaktionen.
ABER : es sind doch spezielle Risken mit der Einnahme von Johanniskrautextrakten verbunden, die ganz besonders berücksichtigt werden müssen :

1) Phototoxizität

In der Tiermedizin wurde erstmals eine Reaktion auf starke Sonnenbestrahlung beschrieben, die bei Schafen und Kühen beobachtet wurde , die große Mengen an Johanniskraut gefressen hatten. Dieses Phänomen äußerte sich mit sonnenbrandähnlichen Symptomen, wie etwa Schwellungen, Rötungen und Entzündungen. Als verursachende Inhaltsstoffe gelten Hypericin und Pseudohypericin ( siehe Inhaltsstoffe ). Deshalb
bezeichnet man dieses Bild auch HYPERICISMUS.
Klinische Studien haben nun die Frage der Phototoxizität beim Menschen genau untersucht. Man fand beim gesunden Probanden unter der Gabe von Hypericum – Extrakt in therapeutischen Dosen keine Erhöhung der Empfindlichkeit gegenüber UV – Strahlen. Aus Gründen der Arzneimittelsicherheit wird aber bei den verschiedenen Johanniskrautpräparaten v.a. hellhäutigen Menschen von ausgiebigen Sonnenbädern oder Solarienbesuchen abgeraten.
In bestimmten therapeutischen Situationen, wie etwa bei einer operativen Lasertherapie oder einer Phototherapie zur Psoriasisbehandlung, sind jedoch mit diesen phototoxischen Reaktionen zu rechnen. Auch die gleichzeitige Gabe von photosensibilisierenden Substanzen mit Johanniskraut erhöht das Risiko erheblich. Bitte setzen Sie deshalb Ihren Arzt von der Einnahme von Johanniskrautpräparaten unbedingt rechtzeitig in Kenntnis !!

2) Zentralnervöse Nebenwirkungen

Wie auch aus der Therapie mit herkömmlichen Antidepressiva bekannt, können Nebenwirkungen auch das Nervensystem betreffen. Insbesondere ist zu beachten, dass eine gleichzeitige Gabe von Johanniskrautpräparaten mit anderen Antidepressiva unterbleiben soll, da das Auftreten des sog. Serotonin –Syndroms möglich erscheint, das sich mit verschieden neuromuskulären Symptomen und Verhaltens- und Bewusstseinsveränderungen bemerkbar macht – und u.U. auch einen lebensbedrohlichen Verlauf nehmen kann.

3) Arzneimittelwechselwirkungen

Die Erkenntnis, dass Johanniskrautextrakt mit vielen Arzneimitteln Wechselwirkungen hervorruft, hat zu Unsicherheiten in der Anwendung dieses Phytopharmakons geführt.
Nach mehrmaliger Einnahme von Johanniskrautextrakt kann es zu einer deutlichen Absenkung der Wirkstoffspiegel verschiedener Medikamente kommen, da Johanniskrautextrakt die Aktivität derjenigen Enzyme, die Arzneistoffe abbauen, und auch verschiedener Transportproteine erhöht . Insbesondere der Inhaltsstoff Hyperforin scheint hier eine große Rolle zu spielen.
Auf Grund klinischer Daten ist die Gabe von Johanniskrautextrakten vor allem bei Patienten abzulehnen, die Medikamente mit geringer therapeutischer Breite einzunehmen haben, d.h. Medikamente, bei denen es ganz genau darauf ankommt, einen gleichmäßigen Wirkstoffspiegel im Blut zu haben..
Das betrifft z.B. Antikoagulantien vom Coumarin –Typ, Immunsupressiva, Virustatika, Theophyllin, Digoxin usw. Auch die Einwirkung einer Johanniskrautextrakt – Einnahme auf die Wirksamkeit der „Pille" muss man beachten. Obwohl verschiedene Studien unterschiedliche Ergebnisse gebracht haben, scheint auch hier eine Wechselwirkung möglich. Es kam nämlich bei 45 Frauen zu Blutungsunregelmäßigkeiten nach der Einnahme verschiedener Johanniskrautpräparate – und bei immerhin 11 Frauen trat eine Schwangerschaft ein.

Unser Tipp an Sie : wollen bzw. sollen Sie ein Johanniskrautpräparat zu sich nehmen, besprechen Sie ganz genau mit Ihrem Arzt oder mit uns, Ihren Apothekern, welche Medikamente Sie zur Zeit einnehmen müssen.

Nur so stellt nämlich das Johanniskraut eine sichere Alternative zu den herkömmlichen Antidepressiva dar.

Wir beraten Sie gerne!
Apotheke Donauzentrum
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Tel.: +43/1/203 36 88
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