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Das Johanniskraut und seine Inhaltsstoffe

Hypericum perforatum, das „getüpfelte" Johanniskraut, ist in Europa und Asien weit verbreitet. Es bevorzugt trockene Böden und ist deshalb oft an Weg- und Waldesrändern zu finden.

Als Erkennungsmerkmal gilt der harte, hohle Stängel (deshalb wird das Johanniskraut auch als Hartheu bezeichnet.), der zwei ganz charakteristische Längsleisten aufweist. Die elliptischen bis eiförmigen Blätter sind durchscheinend punktiert und sitzen direkt am Stängel.

Das Johanniskraut blüht von Juni bis August und besticht durch seine gelben fünfblättrigen Blüten mit den zahlreichen, langen in Büscheln stehenden Staubblättern.
Werden die frischen Johanniskrautblüten in Olivenöl ( Ansatz 25:100 ) eingelegt, erhält man das altbewährte Johanniskrautöl. Es fördert die Wundheilung und hat sich bei verschiedenen Hauterkrankungen als günstig erwiesen.
Auch die Anwendung als Teeaufguß bei Angst- und Verstimmungszuständen oder innerer Unruhe hat Tradition.

Mit der Weiterentwicklung der pharmazeutischen Technologien und auch der phytochemischen Untersuchungsmethoden ist es allerdings in den letzten Jahren gelungen, Johanniskrautextrakte herzustellen, die den strengen Anforderungen eines Arzneimittels entsprechen. Diese Extrakte sind als Arzneimittel zur Behandlung von leichten bis mittelschweren Depressionen bestens geeignet.
Welche Inhaltsstoffe im Detail an der antidepressiven Wirkung maßgeblich beteiligt sind, wird zum Teil heftigst diskutiert. Man kommt immer mehr zur Ansicht, dass gerade das Zusammenspiel der zahlreichen Inhaltsstoffe des Extraktes die Wirkung ausmacht.

Was sind nun die Inhaltsstoffe des Johanniskrauts ?

  1. Naphthodianthrone :z.B. Hypericin, Pseudohypericin
  2. Phloroglucine :z.B. Hyperforin
  3. Flavonoide
  4. Xanthone, Gerbstoffe, Ätherische Öle, Wachse, Pflanzensäuren usw.
  • ad 1) Die Naphtthodianthrone ( zu ca. 0,1% in der Pflanze enthalten ) sind die auffallendsten Inhaltsstoffe, da sie die blutroten Farbstoffe darstellen, die in den Exkretbehältern der Laub/Kelch und Blütenblättern vorkommen. Die wichtigsten Vertreter stellen das Hypericin und das Pseudohypericin dar. Da diese Wirkstoffe aufgrund ihrer Struktur nur in Fett löslich sind, ist es erstaunlich, dass man sie auch im Teeaufguss vorfinden kann – in weit höherem Maße als man auf Grund ihrer chemischen Eigenschaften vermuten würde. Hier spielen die anderen pflanzlichen Begleitstoffe ( v.a. die Flavonoide ) eine große Rolle, die eine lösungsvermittelnde Rolle haben.
  • ad 2) Bei den Phloroglucinen ist der wichtigste Vertreter das Hyperforin, das zu 2-4% in der Pflanze vorkommt. Da Hyperforin in heißem Wasser nicht löslich ist und zudem noch sehr hitzeempfindlich ist, findet man es nicht im Teeaufguß. Das ist auch der Grund, weshalb man auf diesen Inhaltsstoff erst relativ spät gekommen ist. Für viele Pharmakologen stellt aber das Hyperforin den wichtigsten Inhaltsstoff dar, der für die antidepressive Wirkung des Johanniskrauts verantwortlich ist. Deshalb ist man auch bestrebt, schonende Verfahren der Extraktherstellung zu wählen, da es auf Hyperforin ganz besonders ankommt.
  • ad 3) Die Rolle der Flavonoide, die zu 2-4% in der Pflanze vorkommen, ist bis jetzt noch nicht genau untersucht. Vielleicht ist sie bis jetzt auch unterschätzt worden. Fest steht allerdings, dass sie für das Hypericin eine lösungsvermittelnde Funktion haben, andererseits aber auch eine schützende Rolle für das Hyperforin spielen.
Im Gegensatz zu synthetischen Arzneistoffen ist bei pflanzlichen Zubereitungen der Extrakt als ein Vielstoffgemisch der Wirkstoff. Es bedarf höchster Sorgfalt und „High Tech", um daraus eine stabile und optimale Arzneiform zu erhalten.
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