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„MAGENSCHUTZ“ – kann doch nur gesund sein, ODER?

Nahezu jeder hat sich schon mal mit einem Rezept, meist in Kombination mit einem anderen Medikament, den berühmten „Magenschutz“  aus der Apotheke geholt. Diese umgangssprachliche Bezeichnung der Protonenpumpeninhibitoren oder auch Protonenpumpenhemmer genannt, kurz PPI, verleiht diesem Medikament geradezu einen Heiligenschein. Mit dem Wort „Schutz“ kann man ja eigentlich nur Gutes und Gesundes in Verbindung bringen!?

Doch zuerst einmal kurz erklärt wie ein Protonenpumpenhemmer wirkt: Eines gleich mal vorweg, PPIs kleiden den Magen nicht mit einem schützenden Film aus, dies ist ein weitverbreiteter Aberglaube! Die Wirkstoffe der PPIs (Omeprazol, Esomeprazol, Pantoprazol usw) landen über magensaftresistente Tabletten oder Kapseln im Dünndarm. Diese Form der Darreichung ist deshalb notwendig, da diese Wirkstoffe empfindlich gegenüber der Magensäure sind, darum soll man die Tabletten auch nicht teilen! Im Dünndarm resorbiert, landet der Wirkstoff  über den Blutkreislauf in den Belegzellen des Magens, welche für die Produktion der Magensäure (Salzsäure) zuständig sind.  Je nach eingenommener Dosis, wird die Produktion reduziert und es kommt zu einem Anstieg des PH-Werts im Magen.
Dieser Effekt ermöglicht eine schnellere Abheilung von Schleimhautschäden, welche verschiedenste Ursachen haben können. Zu den Gängigsten gehören:

  • Magengeschwür
  • Entzündung der Speiseröhre durch Rückfluss von Magensäure (Refluxoesophagitis – Sodbrennen)
  • Zwölffingerdarmgeschwür
  • Entzündung der Magenschleimhaut (Gastritis) verursacht durch das Bakterium Helicopacter pylori
Für diese Erkrankungen sind PPI`s ein Segen. Seit ihrer Entwicklung vor gut 20 Jahren konnten Magenoperationen massiv reduziert werden. Der Nutzen ist also unumstritten, doch wie sieht es mit den Nebenwirkungen aus?

Der „Magenschutz“ greift in den natürlichen Verdauungsablauf ein und das sollte man nicht unterschätzen. Das saure Milieu (niedriger PH-Wert) im Magen ist einerseits für die Aufnahme von einigen Vitaminen und Mineralstoffen aus der Nahrung notwendig und  andererseits auch nötig um verschiedenste Bakterien abzutöten.

So wird zum Beispiel die Aufnahme von Kalzium durch säurehemmende Präparate verhindert, der Körper holt es sich dann dort wo er es eigentlich dringend braucht, aus den Knochen und dies kann dann zur Entstehung von Osteoporose beitragen. Auch das für Herz, Gehirn und Nerven sehr wichtige Vitamin B12 kann aus der Nahrung nicht aufgenommen werden. Ebenso Magnesium und Eisen sowie Vitamin D  brauchen die Magensäure zur besseren Aufnahme. So kann durch die Langzeiteinnahme eines Säureblockers eine Unterversorgung mit den entsprechenden Mangelerscheinungen und Symptomen entstehen.

Nicht unerheblich ist auch die Tatsache, dass Bakterien welche sonst nur bei sehr hoher Keimzahl durch die Magenpassage bis in den Darm gelangen, bei einem niedrigen PH-Wert überleben und sich somit ungehindert im Darm ansiedeln können. Dazu gehört neben Keimen wie Salmonellen und Campylobacter auch der mittlerweile häufigste und gefürchtete Krankenhauskeim Clostridium difficile. Patienten die einen Magenschutz einnehmen, haben ein höheres Risiko an einer Infektion zu erkranken, weil erheblich weniger Keime ausreichen um diese auszulösen und so musste in den letzten Jahren ein Anstieg dieser Erkrankungen verzeichnet werden.

Da sich die Verkaufs- bzw. Verordnungszahlen von Protonenpumpenhemmern in den letzten Jahren vervielfacht haben, ohne dass es dafür eine Erklärung durch Zunahme der entsprechenden Krankheiten gibt, gehen viele Mediziner davon aus, dass es hier zu Fehlverordnungen kommt. Auch denken viele Patienten mit dem „Magenschutz“ tun sie sich nur Gutes und fordern ihn regelrecht zu ihren Standardmedikamenten immer dazu oder „behandeln“ sich in Ländern wo diese Medikamentengruppe nicht rezeptpflichtig ist, selbst damit.

Es sollte daher für jeden gelten: „Magenschutz“ ja, aber nur vom Arzt verordnet, nur für den nötigen Zeitraum und ruhig mal nachfragen!

Für Fragen zum Thema stehen wir Ihnen sehr gerne zur Verfügung!
Linda Stefanits

Apotheke Donauzentrum
Bernoullistraße 1, 1220 Wien
Tel.: +43/1/203 36 88
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