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ACIDUM MURIATICUM


SYNONYME: Acidum hydrochloricum, Salzsäure, Chlorwasserstoff.

ALLGEMEINES: Zur Herstellung von Salzsäure versetzt man Kochsalz mit konzentrierter Schwefelsäure. Das entstehende Gas, Chlorwasserstoff ist ein farbloses, stechend riechendes Gas, das sich in Wasser sehr leicht löst. Die Salzsäure ist eine klare farblose Flüssigkeit mit einem scharfen, reizenden Geruch mit stark ätzenden Eigenschaften. Die im Handel befindliche konzentrierte Salzsäure ist 38 bis 39 prozentig. Verwendung findet die Salzsäure vor allem in der Industrie, in der Chemie, in Laboratorien, zum Abbeizen von Metallen.

Das Inhalieren der Dämpfe kann zu Atembeschwerden, Kollaps, Lungenödem und Tod führen. Versehentliche Einnahme führt zu schwersten Verätzungen,  Erbrechen, Magendurchbruch. Bei Kontakt mit der Haut kommt es zu schweren Verletzungen.

Die Salzsäure ist ein normaler Bestandteil des menschlichen Organismus. In den Belegzellen des Magens werden täglich etwa ein- bis eineinhalb Liter Salzsäure produziert. Durch Puffersubstanzen wird der pH-Wert auf 1,8 bis 2,2 gehalten, dem pH-Optimum für die Wirkung des Pepsins. Proteine aus der Nahrung werden durch die Salzsäure denaturiert, so dass sie durch die Enzyme des Magensaftes und des Pankreassekrets leichter angreifbar sind und dann weiter zu Aminosäuren abgebaut werden können. Auch Bakterien werden durch die Salzsäure abgetötet.

Durch Überproduktion von Salzsäure kommt es zu Sodbrennen und zu Geschwüren. Verminderte Salzsäureproduktion wird durch chronischen Stress und andere Faktoren verursacht und führt zu Appetitmangel, Völlegefühl und verminderter Resorption von Eisen. 

In der Homöopathie wird Acidum muriaticum verwendet bei schleichenden, adynamischen Zuständen: Fieber, Diphtherie, Scharlach. Es besteht eine große Schwäche, die Augen fallen zu, das Unterkiefer hängt herab, der Kranke rutscht im Bett nach unten. Weiters wird es verwendet bei Stomatitis bei Säuglingen, Geschwüren von Zunge und Mund, bei Hämorrhoiden bei Schwangeren oder schwachen Kindern, wässrigen, übel riechenden Durchfällen von geschwächten Personen, bei unfreiwilligen Stühlen beim Wasserlassen.

Laut Mezger kommt es durch Salzsäurezufuhr im Übermaß zu einer Schädigung der salzsäureabscheidenden Zellen im Magen. Dies führt zu einem Reizzustand des Magens mit einem Widerwillen gegen Fleisch. Es kommt zu entzündlichen Veränderungen der Schleimhäute, Ausbildung eines grauweißen Belags und Speichelfluss. Durch Schädigung des Darms kommt es zu Blähungen und Hämorrhoiden. Die Wirkung auf das Herz zeigt sich in Pulsationsgefühlen in den Arterien, Wechsel von Hitze und Kälte der Haut, weiters kongestiven Kopfschmerzen, Nasenbluten, Herzklopfen und aussetzendem Puls. Die Wirkung am Nervensystem führt zu Mattigkeit und Schläfrigkeit am Tage, zu einer Reizbarkeit und Überempfindlichkeit aller Sinne und großen Schwäche. Der Kranke ist so schwach, dass er im Sitzen einschläft, der Unterkiefer hängt herab, er rutscht im Bett herunter.

Laut H.C.Allen ist Acidum muriaticum besonders wirksam bei Menschen mit schwarzem Haar, dunklen Augen und einer Neigung zu Zorn, Ärger und Unruhe.

Laut Farrington gibt es zwei Stadien


1) Beträchtliche Erregung. Reizbarkeit und Empfindlichkeit aller Sinne. Der Kranke ist empfindlich gegenüber Licht, Geräusche führen zu Kopfschmerzen, Geruch und Geschmack sind abnorm scharf. Unruhig, wechselt dauernd die Lage. Die Backen sind hellrot, Zunge und Mund sind trocken. Der Herzschlag ist schnell aber ohne Kraft. Schläfrig, kann aber nicht einschlafen, wirft sich herum, träumend, unruhig.

2)Erschöpfung: Trübsinn, verschlossen, schweigsam, nach innen gewendet, traurig, brütend. Ängstigt sich um Wirkliches und Eingebildetes. Kopfschmerz, als würde das Gehirn zerrissen oder zerquetscht. Der Hinterkopf ist schwer wie Blei. Bewusstlos. Seufzt und stöhnt im Schlaf. Die Zunge wird trockener und scheint eingeschrumpft, rasselt wie Leder im Mund, dann gelähmt, kaum zu bewegen. Das Herz schlägt schwach, der Puls setzt jeden dritten Schlag aus. Der Kranke kann den Kopf nicht vom Kissen heben und rutscht vor Schwäche im Bett herunter. Die Augen stieren ins Leere.

CHARAKTERISTISCHE SYMPTOME:


GEIST, GEMÜT: Unwillig, in sich gekehrt, traurig und verdrossen. Reizbar, leicht aufzuregen, mürrisch, einsilbig.
SCHLAF: Schläfrig tagsüber. Schlaf unruhig mit Hitzewallungen und Übelkeit. Öfters Erwachen. Bald schmerzt dieser, bald der andere Teil des Körpers. Lebhafte, ängstliche Träume voll Sorge und Furcht. Viel Schweiß.
SCHWINDEL: mit Übelkeit im Liegen, rechts oder auf Rücken. Beim Augenbewegen
SCHLEIMHÄUTE: Entzündliche Reizungen und Neigung zu ulzerösen Prozessen, Blutungen, blutige Sekrete, scharf und übel riechend.
AUGEN: Lider entzündet. Hemiopie: sieht nur eine Hälfte der Dinge.
OHREN: Schmerzen, Singen und Klingen in den Ohren. Sehr geräuschempfindlich. Blütenausschlag an der Ohrmuschel. Schwerhörig, kann keine menschliche Stimme hören.
ATMUNGSORGANE: Schnupfen mit Jucken und Niesen. Schnupfengefühl mit lästiger Trockenheit. Scharfes wundfressendes Sekret oder dicke Schleimabsonderung. Husten mit Wundheit in der Brust. Rau und heiser im Hals.
MUND, RACHEN: Wundheit, Trockenheit. Zunge rasselt im Mund, wie Leder. Kiefer hängt herab. Speichelfluss. Bläschen und Geschwüre. Tiefe perforierende Geschwüre. Dunkle bis schwarze Basis. Stinkender, fauliger Atem. Zahnfleisch entzündet, geschwollen, schmerzend. Zähne werden locker.
MAGEN: Widerwille gegen Nahrung, besonders Fleisch. Übler Geschmack. Reichliches Aufstoßen. Erbrechen, Leerheitsgefühl im Magen, durch Essen nicht gebessert.
DARM: Aufgetrieben, Blähungen. Durchfall: dünn, wässrig, unwillkürlich beim Harnlassen. Hämorrhoiden blaurot mit Jucken und Brennen. Jede Berührung verschlimmert die Beschwerden. Hämorrhoiden bei Kindern, nicht einmal der Bettlaken oder eine Windel werden vertragen.
HARN: Viel heller Harn wie Wasser oder trüb wie Milch. Schwacher Harnstrahl. Der Kranke muss pressen. Durch die Muskelschwäche tritt der After hervor.
GENITALIEN: Impotenz. Schwaches Sexualbedürfnis. Regel zu früh und reichlich, kann nicht die geringste Berührung ertragen.
HAUT: Geschwüre und Bläschen auf der Haut, schlecht heilend.
EXTREMITÄTEN: Ziehen und Reißen , in Ruhe. Zerschlagenheitsschmerz aller Gelenke. Beinhaut aller Knochen schmerzt. Durch Schwäche des Oberschenkels wankender Gang.

SCHLIMMER: Berührung, feuchtes Wetter, Gehen, kalte Getränke, Baden, Sitzen.
BESSER: Bewegung, Wärme, Linksliegen.

Mag. B. Auer
Apotheke Donauzentrum
Bernoullistraße 1, 1220 Wien
Tel.: +43/1/203 36 88
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