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Adipositas

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Von Adipositas spricht man dann, wenn der so genannte Body Mass Index (BMI) über 25 liegt (BMI zwischen 20 und 25: Normalwert; zwischen 25 und 30: Adipositas Grad I; zwischen 30 und 40: Adipositas Grad II; über 40: Adipositas Grad III). In Österreich nähert sich die Häufigkeitsrate bei Erwachsenen der 10-Prozent-Grenze, in den USA leiden bereits über 20 Prozent der Bevölkerung an Adipositas, die Werte für Deutschland liegen nur knapp dahinter – womit bereits epidemische Ausmaße dieses Phänomens einer an Konsumgütern übersättigten Gesellschaft erreicht sind.

Zahlreiche Untersuchungen haben ergeben, dass Übergewicht als Risikofaktor für eine Reihe anderer Erkrankungen, vor allem Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus, Gicht, Karpaltunnelsyndrom und Erkrankungen des Stützapparats (z.B. Rückenschmerzen), anzusehen ist. Weitere, nicht zu vernachlässigende Probleme von Adipositas: Analhygiene und Fußpflege.

Siehe auch Stichwort Übergewicht.

Während man früher als Grund für Übergewicht fast ausschließlich Fehlernährung oder mangelnde Konsumdisziplin verantwortlich machte, weiß die Wissenschaft heute, dass in 30 bis 40 Prozent der Fälle auch genetische und/oder psychische Ursachen vorliegen können. Adipositas ist eine (Sucht-)Krankheit; Schuldgefühle und der gesellschaftliche Druck (Ruf nach schönen, schlanken, sportlichen Körpern) werden mitbehandelt. Apropos gesellschaftlicher Druck: Dieser wird für das rapide Ansteigen von Essstörungen (z.B. Magersucht, Bulimie) verantwortlich gemacht.

Je nach Ausprägungsgrad der Adipositas sind folgende Maßnahmen im Sinne der Prävention bzw. Therapie als sinnvoll, krankheitsvorbeugend bzw. lebensverlängernd anzusehen:

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Gesunde Ernährung

Zu diesem Thema gibt es viele Publikationen, deren Grundaussagen folgendermaßen zusammengefasst werden können: insgesamt deutlich Kalorien reduzieren (vor allem am Abend wenig essen); kohlenhydratreiche Kost bevorzugen, d.h. viel Gemüse, Salat, Obst, Brot, Kartoffeln, Nudeln, Reis, mehr Fisch als Fleisch (und dieses maximal zweimal pro Woche); möglichst wenig oder gar kein Zucker, wenig Fett (Achtung: „versteckte" Fette in Mehlspeisen, aber auch in Schokolade!), salzarme Kost (mehr würzen statt salzen), wenig Alkohol. Auf ballaststoffreiche Ernährung achten! Wasser oder Diätgetränke konsumieren.

Bewegung, Gymnastik und Sport

Adipöse Menschen sollten jede nur erdenkliche Gelegenheit für Bewegung nutzen: Stiegensteigen statt Rolltreppe, kleiner Fußmarsch statt Verkehrsmittel; weiters Wandern bzw. Nordic Walking, Tanzen, Gymnastik, Unterwassergymnastik, Sport. Motto: Kalorien verbrennen, wo immer es geht!

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Diäten und Abmagerungskuren

Derer gibt es viele. Erfolg und Misserfolg sind individuell stark unterschiedlich. Manche Diäten (auch populäre) sind jedoch eher als gesundheitsschädlich einzustufen, vor allem jene, die auf den schnellen Erfolg abzielen – langfristige Diäten sind erfolgversprechender. Von einem Therapieerfolg kann man sprechen, wenn nach einem Jahr 5% des Ausgangsgewichts abgespeckt werden konnten. Eine Gewichtsreduktion um mehr als 10% ist eher unrealistisch. Sprechen Sie die Art der Diät unbedingt mit einem auf diesem Gebiet versierten Arzt ab. Gewicht zu reduzieren ist leichter, als das niedrigere Gewicht dann auch weiterhin zu halten.
 

Fastenkuren

Diese sollten ausschließlich nach Rücksprache mit Ihrem Arzt bzw. nur unter ärztlicher Kontrolle angegangen werden. Mindestdauer: zwei Wochen. Sinnhaftigkeit und Verträglichkeit dieser extremen Therapiemaßnahme werden eher negativ diskutiert, vor allem dann, wenn mit der Fastenkur keine Änderung des schädlichen Essverhaltens einhergeht. Bei abrupter Nahrungsreduktion muss zudem auch bedacht werden, dass der Körper – entsprechend einer natürlichen Schutzfunktion – mit einem Absinken des Energieverbrauchs um rund ein Drittel reagiert, also kontraproduktiv zum Vorhaben der Gewichtsreduktion. Ein Scheitern von Fastenvorhaben kann – wie auch bei Diäten oder anderen rigiden Vorsätzen – zu Gegenregulationseffekten führen (siehe unten). Mehr dazu siege Stichwort Heilfasten.
 

Psychologische Ansätze

Auch hier geht der Trend weg von der Alles-oder-nichts-Strategie, da ein Scheitern von guten Vorsätzen („Nie wieder Süßigkeiten") meist zu einem Zusammenbruch der eigenen Disziplin und zur Gegenregulation führt („Aber was, das hat ohnehin keinen Sinn; irgendwann muss sowieso jeder sterben"). Einen neuen Therapieansatz stellt die „flexible Verhaltenskontrolle" dar. Die Vorsätze werden zeitlich begrenzt und zielen auf eine schrittweise und langfristige Reduktion der schädlichen Nahrungsstoffe ab (z.B. „Nächste Woche esse ich nur zwei Schokoriegel" [statt bisher drei pro Woche]). Dadurch kommt es nicht zu den oben angesprochen Gegenregulationseffekten. Wichtiger als Erfolgserlebnisse beim Blick auf die Waage sind jene, die sich dadurch ergeben, dass man es geschafft hat, als schädlich eingestufte Lebensmittel wegzulassen und stattdessen kohlenhydratreiche konsumiert zu haben (siehe oben). Ein Wochenkalender + Punktesystem, in den man Tag für Tag eintragen kann, ob man Gemüse, Salat, Obst, Brot, Nudeln, Reis bzw. Fisch gegessen hat, kann die eigene Motivation steigern. Ein gutes psychologisches Therapiekonzept beinhaltet auch ein „Misserfolgsmanagement", d.h. Strategien für Zeiten, in denen es der Patient nicht schafft, sich an Vorgaben und gesetzte Teilziele zu halten.

Medikamente: Die Pharmaindustrie sucht noch immer nach nebenwirkungsarmen Medikamenten (Appetitzügler, Drosselung der Fettverwertung durch den Körper, Nutzung der fettabbauenden Wirkung der Galle) bzw. Fettersatzstoffen. Nach mehreren weniger gelungenen Entwicklungen scheint es nun einige Mittel zu geben, die alle von dieser Zivilisationskrankheit Betroffenen hoffen lassen könnten (z.B. Orlistat).

Chirurgische Maßnahmen: Überall dort, wo andere Maßnahmen nicht helfen konnten und wo infolge der extremen Fettleibigkeit (BMI über 40) fatale Folgekrankheiten mit hoher Wahrscheinlichkeit zu befürchten bzw. bereits akut geworden sind, können chirurgische Eingriffe in Erwägung gezogen werden: Absaugen oder Wegschneiden der Fettschichten, Verkleinerung des Magens bzw. der Zugangswege, Einsetzen eines Magenbandes, Vagotomie (teilweise oder vollständige Durchtrennung der den Magen versorgenden Äste des Nervus vagus). Rein statistisch gesehen, haben chirurgische Maßnahmen die besten Erfolgsaussichten für eine nachhaltige Gewichtsreduktion, sind jedoch mit unerwünschten Nebenwirkungen und Operationsrisiko behaftet.
 
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